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radiologie team rur - das Team der radiologischen und nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis Düren / Jülich
radiologie team rur - das Team der radiologischen und nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis Düren / Jülich

Nuklearmedizin (Szintigrafie)

Das zur Nuklearmedizin zählende Verfahren der Szintigrafie ist seit etwa 30 Jahren ein fester Bestandteil der Medizin. In der Szintigrafie werden verschiedene Organe durch den Einsatz schwach radioaktiv markierter Substanzen untersucht.

Bei einer Szintigrafie kommt als sogenannter Strahler (Radionuklid) überwiegend der Stoff Technetium 99m zur Verwendung. Er hat wegen seiner kurzen Halbwertzeit nur eine geringe Strahlenbelastung zur Folge. Die Verteilung der Untersuchungssubstanz (Tracer) im Körper wird dann mit einem Aufnahmegerät, der Gamma-Kamera, bestimmt. Die Daten werden an einen Auswertecomputer weitergeleitet, der dann ein Funktionsbild des untersuchten Organs erstellt. Bei Bedarf kann zur genaueren Darstellung zusätzlich auch eine Schnittbildtechnik (SPECT) durchgeführt werden.

Bei der Schilddrüsenszintigrafie handelt es sich – neben dem Ultraschall – um das wichtigste Verfahren zur Schilddrüsendiagnostik. Mit Hilfe der Schilddrüsenszintigraphie kann zwischen normal funktionierendem Gewebe, Gewebe mit verstärkter Stoffwechselaktivität (sogenannter heißer Knoten) und Gewebe mit verminderter Aktivität (sogenannter kalter Knoten) unterschieden werden.

Die Untersuchungsdauer beträgt etwa 30 Minuten. Bis zur vollständigen Auswertung sollten Sie jedoch eine bis 1,5 Stunden Zeit einrechnen.

Mit der Skelettszintigrafie kann ein erhöhter Knochenstoffwechsel dargestellt werden. Dieser findet sich z.B. bei Entzündungen, Knochenbrüchen, Tumoren, Metastasen oder Gelenkabnutzungen. Bei der sogenannten 3-Phasen-Szintigrafie kann auch die Durchblutung sichtbar gemacht werden, um z.B. Entzündungen nachzuweisen. Bis die Substanz, die in eine Armvene verabreicht wird, sich im Knocheneingelagert hat, vergehen ca. zwei bis drei Stunden. Danach wird eine erneute Messung durchgeführt. Die gesamte Untersuchungszeit beträgt ca. drei Stunden.

Mit der Myokardszintigrafie kann die Durchblutung des Herzmuskels unter Belastung und in Ruhe dargestellt werden. So können beispielsweise Erkrankungen der Herzkranzgefäße nachgewiesen werden, bevor sich Veränderungen im EKG finden und bevor es zu bleibenden Herzmuskelschäden kommt. Auch zur Beurteilung des Ausmaßes eines Herzinfarktes ist das Verfahren gut geeignet.

Die Myokardszintigrafie wird bei uns in der Regel an einem Tag durchgeführt. Es stehen zwei Belastungsverfahren zur Auswahl. Am Standort Düren wird der Kreislauf wie beim Belastungs-EKG auf dem Fahrradergometer (Standfahrrad) gestresst (belastet). Deshalb ist bequeme Sportkleidung sinnvoll. Am Standort Jülich erfolgt die Belastung mit einem Medikament. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie einen Herzschrittmacher oder einen sog. Schenkelblock haben oder Ihnen Fahrradfahren nicht möglich ist.

Je nach Ergebnis der Stress-Szintigrafie ist ggf. noch eine Ruheszintigrafie notwendig. Diese wird in der Regel am selben Tag, im Anschluss an den Belastungsteil durchgeführt.

Die Vorbereitung ist abhängig vom gewählten Verfahren und wird Ihnen bei der Anmeldung erläutert. Fast immer muss eine Behandlung mit sog. Betablockern 48 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden. Andere Herzmedikamente sollten Sie am Tag der Untersuchung morgens weg lassen, aber mit in unsere Praxis bringen. In jedem Fall müssen Sie nüchtern bleiben (Wasser ist erlaubt) und eine fettreiche Mahlzeit mitbringen.

Die Lungenszintigrafie dient vor allem zum Nachweis von Lungenembolien. Mit der sogenannten Perfusionsszintgrafie kann dann beurteilt werden, ob sich das Blut gleichmäßig in beiden Lungenflügeln verteilt, oder ob z.B. durch eine Embolie bestimmte Lungenabschnitte von der Durchblutung abgeschnitten sind.

Mit dieser Untersuchung kann seitengetrennt die Funktion der Nieren bestimmt werden. Die sogenannte Captopril-Szintigrafie wird zur Ursachensuche beim Bluthochdruck (Hypertonie) eingesetzt. Mit ihr lässt sich erkennen, ob eine Enge der Nierenarterien als Ursache der Hypertonie vorliegt.

Eine aktuelle Bedeutung für die Lymphszintigrafie hat sich in den letzten Jahren in der Brustkrebstherapie ergeben. Bei dieser Krebsart ist es von entscheidender Bedeutung für die Behandlung sichere Aussagen über die Tumorausbreitung im örtlichen Lymphabfluss treffen zu können.

Mit der Lymphszintigrafie werden die abführenden Lymphknoten eines bösartigen Tumors dargestellt. Dieses Verfahren kommt beim radiologie team rur hauptsächlich bei der Markierung des sogenannten Wächterlymphknotens vor einer Operation zur Anwendung:

Dabei wird an zwei Stellen in die Haut um die Brustwarze eine kleine Menge einer radioaktiven Substanz gespritzt. Danach werden zwei Szintigramme angefertigt, um einen oder mehrere Wächterlymphknoten zu lokalisieren. Folgt eine Operation, kann der Chirurg diese Lymphknoten – aufgrund der gespeicherten Radioaktivität – gezielt entnehmen und zur Gewebsuntersuchung schicken. Findet man in ihm keine Krebszellen kann in der Regel auf eine Entfernung weiterer Lymphknoten verzichtet werden.

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